Meine 3 besten Rituale

Wie du dein Gedankenkarussell anhalten und zu innerer Ruhe kommen kannst

Die vergangenen Monate sind an Turbulenz wohl kaum zu überbieten.
Für wenige hat sich nicht viel verändert – für sehr viele ALLES
Die Belastungen sind enorm, Spannungen, Stress, Sorgen – gefühlt tausende Gedanken schwirren dann durch den Kopf. Das drückt nicht nur auf die Stimmung sondern raubt auch Energie.
Energie, die wir doch so dringend brauchen.

Für mich heißt das, meinen eigenen inneren Kurs zu halten und mich auf das zu konzentrieren, was für mich wichtig, gut und richtig ist. Ich möchte dir gern erzählen und mit dir teilen, wie mir das am besten gelingt.

Mein Ritual Nummer 1 – Den Kopf leer machen

Am liebsten morgens, gleich nach dem Aufstehen ist für mich die beste Zeit. Mit einer Tasse Tee oder Kaffee und einem Stapel leerer Seiten setze ich mich an den Küchentisch und schreibe.
Schreibe ohne Punkt und Komma und ohne nachzudenken alles auf, was mir gerade durch den Kopf schwirrt. Dafür nehme ich mir 15-20 Minuten Zeit. Alle Gedanken raus aus dem Kopf, durch die Hand aufs Papier und im Kopf ist wieder Platz.
So geht nichts verloren, der Überblick ist gesichert.

Von Klientinnen habe ich mehrfach sehr positive Rückmeldungen erhalten.
Manche haben sich jedoch lieber abends die Zeit genommen um kurz vor dem Schlafengehen zu schreiben. Sie konnten so besser ein- und durchschlafen.
Schau auch gern unter #Schreibmeditation oder #Morgenseiten

Mein Ritual Nummer 2 – Raus in den Wal, altbewährt

Bei jedem Wetter, egal zu welcher Zeit (außer nachts natürlich) genügt für mich schon eine halbe Stunde. Die klare Luft, die hohen Bäume, manchmal der kalte Wind und das Rauschen der Blätter … ganz egal, ein Waldspaziergang ist erholsam. Je nach Verfassung darf auch ein strammer Marsch daraus werden.
Nebenbei bemerkt: Schon nach 2 Stunden Aufenthalt im Wald verbessern sich nachweislich die Blutwerte 😊


Mein Ritual Nummer 3 – Ganz auf etwas Konzentrieren, um der Außenwelt zu entfliehen
So wie ein Kind in seinem Spiel versinkt oder Künstler in ihrem Wirken.
Ich denke, jeder von euch kann sich daran erinnern 😉

Ich hab es mit Malen und Zeichnen versucht, das fiel mir ziemlich schwer – aber einfach rumkritzeln, das ging einfacher.
Schon während meines Studiums habe ich während langer Vorlesungen oder später in Konferenzen gern vor mich hingekritzelt. War so voll und ganz bei der Sache und konnte Raum und Zeit vergessen.

Eine Freundin hat mich auf die von einem amerikanischen Paar entwickelte Methode des ZENTANGELNS aufmerksam gemacht. Für mich perfekt, weil es überall und immer möglich ist. Du brauchst kein besonderes Papier, keine besonderen Stifte, etc. Es gibt kein Lineal und auch keinen Radierer. Aus einfachen Mustern entstehen einzigartige Bilder. Ich liebe es 🙂

Es würde mich auch sehr interessieren, welche Rituale oder Strategien du hast um zur Ruhe zu kommen und wieder Kraft zu tanken.
Gibt es etwas, was du täglich machst? Oder hast du eine Strategie für Notfälle?
Vielleicht können andere davon profitieren und wir unterstützen uns  gegenseitig.

Schreib gern in die Kommentare

Cool bleiben wenn es brenzlig wird – mein Tipp für mehr Gelassenheit

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Vielleicht bist du auch so ein Mensch. Wenn ich mein vertrautes Umfeld habe, meinen Alltag steuern und planen kann, im Großen und Ganzen weiß, was mich in nächster Zeit erwartet, bin ich tiefenentspannt. Bin völlig ausgeglichen und kann somit meine Aufmerksamkeit wohlwollend anderen Menschen oder Aufgaben schenken. Ich bin in meinem FLOW. So ist aber Leben nicht. Manchmal ist es eine Meinungsverschiedenheit oder ein Missverständnis, das sich zu einem Streit auswächst. In angespannten Lebenssituationen wie jetzt gerade, wo sich für viele Familien die Lebenssituation völlig verändert hat. Zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung/ Schooling  schlagen die Wogen zwischen uns und unseren Lieben schneller hoch als sonst. Das ist menschlich und total verständlich. Wie haben unsere Struktur, unseren Halt verloren.

Was heißt nun „Die Wogen schlagen hoch“? Da drückt jemand oder etwas unsere Knöpfe, kommt ganz zufällig und unbeabsichtigt dran … merkt es vielleicht nicht einmal. Aber wir reagieren mehr oder weniger heftig. Uns wird innerlich heiß, das Herz fängt an zu rasen oder wir fühlen die sprichwörtliche Faust in der Magenkuhle. Wir fühlen uns ungerecht behandelt, nicht gesehen, nicht verstanden.

Mein schlimmster Triggerpunkt wird berührt, wenn ich aus einer ungeklärten Situation/Streit heraus ignoriert werde. Ich meine damit, die Einstellung der Kommunikation – Bild und Ton.
Ein Paradebeispiel aus meiner Geschichte ist ein schon mehrere Jahre zurückliegender Hochzeitstag. Aus einem Grund, der mir heute nicht mehr einfällt, geraten wir in Streit – Funkstille.  Mein Mann ging in den Garten und kam  vorläufig nicht wieder. Ok, Zeit, uns zu beruhigen.
Erst als wenig später bemerkte ich bewusst, dass er mich aus der Unterhaltung ausschloss. Kein Blickkontakt – NULL. So verging unser Hochzeitstag, den mein Mann mit seiner Enkeltochter verbrachte und ich traurig aber lesend.
Ich wusste, dass mein Schmerz über sein Verhalten überhaupt nichts mit ihm zu tun hatte. Sein Rückzug war seine damals beste Strategie mit der Situation umzugehen. Eine bessere Lösung kannte er für sich/ uns nicht. Mein Gefühl von Bestrafung war MEIN Gefühl und von ihm nicht beabsichtigt.

Woher kam aber mein Gefühl?
Kurz gesagt: Unser Gehirn funktioniert in Schubladen. Wenn sich frühere Situationen wiederholen, kramt unser Gehirn alte Gefühle hervor und wir reagieren dann meist auch wie früher.
Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich meinem Auslöser auf die Schliche kam. Erst vermutete ich, dass er aus der Schulzeit stammt. Aber nein, es ist ein gaaaanz altes Gefühl, das mir meine Mutter mitgegeben hat.
Wenn sie sich über mich geärgert hatte, übersah sie mich einfach. Manchmal Tagelang, es gab auch kein „Gute Nacht“. Das war für mich damals extrem schmerzhaft und wenn mir heute ähnliches passiert, fühle ich mich wieder wie das kleine Mädchen von damals. Zum Glück nur noch kurz 😊

Gefühle wollen gefühlt werden hat ein weiser Professor einmal in einem Seminar so treffend gesagt. Uns so ist es auch. Wenn wir uns Aufmerksamkeit und Verständnis schenken, uns  freundlichschaftlich behandeln, stellt sich Entspannung ein. Wenn wir unser kleines Mädchen/ unseren kleinen Jungen trösten und ihm als Erwachsene zur Seite stehen. Ein wundervolles Mantra habe ich bei Kristin Neff gefunden. Immer, wenn etwas schiefläuft, wenn etwas/jemand  deine Knöpfe kannst du dir Mitgefühl schenken und so gelassener bleiben.

Dies ist ein Moment des Leidens.
Leiden gehört zum Leben.
Möge ich in diesem Moment freundlich zu mir selbst sein.
Möge ich mir das Mitgefühl schenken, das ich brauche.“

Wenn du deine Triggerpunkte entlarven willst und beim Herausfinden Unterstützung oder Begleitung beim Umgang mit ihnen wünschst, melde dich gern oder
Mobil: 0178/ 45 74 259

Herzlichst,

Katrin

Das Buch „Selbstmitgefühl“
Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden
erschien im kailash Verlag

Die Möglichkeit, ein Spätblüher zu sein

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Meine Zeit kommt jetzt  – Warum viele Talente erst in der Lebensmitte reifen  (Beitrag von Annette Schäfer)
Den Beitrag habe ich letztens in der Ausgabe 09/2020 der Zeitschrift „Psychologie heute“ gefunden. Er hat mir ausgespochen gut gefallen.

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass sich Menschen sehr unterschiedlich entwickeln. Leider wird trotzdem ein bestimmtes Entwicklungstempo erwartet, das beginnt schon im frühen Kindesalter. Wenn das Gürkchen nicht durch einen bestimmten Ring passt, wird sortiert, der weitere Weg entsprechend angepasst. Erst vergleichen und beurteilen die Eltern, später Erzieher und Lehrer …
Als junge Erwachsene wird oft innerhalb der Familie oder aufgrund von Eignungstests entschieden, welche Richtung eingeschlagen wird.
Wie geht’s weiter: Ausbildung oder Studium, welcher Beruf, welche Studienrichtung. Danach Jobsuche, weil es ja Wünsche gibt, Wohnung, Familiengründung, Urlaub, Auto … Ein Zufriedenheitscheck wird nicht gemacht. Eine Klientin formulierte es einmal so „Es fühlt sich irgendwie falsch an, so kann doch nicht mein ganzes Leben sein“.

Es braucht Zeit und den Blick nach innen um herauszufinden, was wirklich in einem schlummert. Die Erkenntnis des eigenen Tempos und dessen Wertschätzung.

Im Beitrag stellt die Autorin verschiedene Entwicklungstypen vor. Die Unterscheidung in Frühblüher, Spätblüher und Wiederholungsblüher finde ich passend.
Meine Jüngste ist definitiv ein Frühblüher. Schon bald nachdem sie laufen konnte hatten es ihr die Pferde angetan. Und das ist auch heute noch so. Unzählige Stunden hat sie im Pferdestall oder auf den Reitplätzen verbracht und die Wochenenden auf Reitturnieren. Ich musste sie nie zum Shoppen begleiten, von einer Disco abholen oder so. War alles kein Thema für sie und entspannt für uns als Eltern.
Auch ihre asthmatische Erkrankung konnte sie nicht davon abbringen, diesen Weg beruflich weiterzuverfolgen. Heute trainiert sie Pferde und Reiter, wobei ihr der wertschätzende Umgang, das Miteinander ganz besonders am Herzen liegt. Ihr Motto „Pferd und Reiter sind ein Team. Nur wenn die Beziehung zwischen den beiden intakt ist, werden sie auch zusammen erfolgreich sein“. Wie intakte Beziehung aussieht, sehe ich in ihrem Gesicht, wenn sie auf einem Pferd sitzt. Ich glaube, es wird FLOW genannt.

Meine Große ist definitiv ein Spätblüher. Schon in der Kindheit probierte sie verschiedene Sportarten aus. Auch das anfängliche Interesse am Musizieren ebbte bald ab. Nach verschiedenen Praktika absolvierte sie zwei Ausbildungen und hatte verschiedene Jobs. Ich muss nicht erwähnen, wie sehr mir das als Mutter zu schaffen machte. Bei nichts blieb sie am Ball, machte vieles nur halbherzig und aus der Notwendigkeit heraus. Das belastete unsere Mutter-Tochter-Beziehung mächtig. Ich war extrem besorgt, ob sie „ihr Leben je auf die Reihe“ bekommen würde. Ob das Gürkchen je durch den Ring passen würde. Eine Orientierung zeichnete sich ab, als sie die Tätigkeit als Immobilienkaufffrau aufnahm. Aber, falsch gedacht.
Jetzt, als junge Mutti hat sie ihr Interesse an der frühkindlichen Entwicklung entdeckt, verschlingt alles, was sie zu lesen in die Finger bekommt. So viel Lerneifer hatte ich bisher an meiner Tochter noch nie entdeckt. Als sich die Ablehnungen für einen Kita-Platz häuften flatterte ein Angebot für die Ausbildung zur Tagespflegeperson ins Haus. Das war es dann. Seit dem 01.09.2020, also seit gestern, gibt es ihre Kindertagespflege „Kleine Wunder“ in Elmshorn. Sie schein angekommen und blüht förmlich auf.

Gehörst du vielleicht auch zu den Spät- oder Wiederholungsblühern, die sich im „reiferen Alter“ auf den Weg machen, um ihre Berufung, ihr Herzensthema zu finden? Wenn Du Hilfe beim Herausfinden oder Begleitung bei der Verwirklichung deines Herzensthemas brauchst, melde dich gern bei mir. Tel.: 0178/ 45 74 259

Achtsam bei und mit mir bleiben

“ Ich habe mir versprochen, dass mir das nicht noch einmal passiert … zukünftig werde ich besser auf mich aufpassen.“

Dieser Satz einer Freundin neulich hat mich erinnert. Erinnert an mein eigenes Versprechen, meine Absicht, aus meinen Erfahrungen zu lernen. Und lernen heißt eben üben, üben, üben… dranbleiben … jeden Tag … nicht nachlassen.

„Ich habe damals meinen Stress ignoriert, einfach immer weitergemacht. Weil ich dachte, funktionieren zu müssen und dass ich alles schon schaffen würde. Die Anforderungen und Erwartungen im Job, in der Beziehung und der Familie und natürlich  –  meine eigenen.
Bis ich nicht mehr konnte. Ein Alptraum, zu begreifen, was ich mir selbst angetan hatte und mühselig, die Einzelteile meiner Seele in wochenlanger Kleinstarbeit wieder zusammenzusetzen.
Wunden verheilen, Narben sind kaum noch zu sehen, doch die Haut ist an diesen Stellen immernoch dünn.

Stress als Statussymbol
Für die einen ist Stress ein Statussymbol – ein voller Terminkalender als Zeichen ihrer Wichtigkeit – für andere ein Zustand, der belastet und krank macht.

Gerade in der jetzigen Zeit ist die Lebenssituation für viele eine extreme Belastung. Wirtschaftliche Unsicherheit, Existenzängste. Mit dieser Sorge sind in vielen Familien Kinder nicht nur zu beschäftigen sondern ist ihnen Wissen zu vermitteln. Nebenbei das Homeoffice zu bedienen oder eine berufliche Alternative zu finden und die Wohnung in Schuss zu halten. Nicht wenige kümmern sich auch noch um ihre Eltern, Nachbarn und Bekannte.
Oft sind es die Frauen, die das Familienleben managen, neben der Organisation auch noch für ein angenehmes Familienklima sorgen, die Bedürfnisse und Wünsche erfüllen. Was ist jedoch mit dem eigenen Akku?

Wenn die Belastung ernst wird
Jeder muss in sich selbst hineinhören und feststellen, ob der Stress schon zur Dauerbelastung und Gefahr für die Gesundheit geworden ist. Gibt es körperliche Anzeichen wie Schlafstörungen, Nervosität, Ohrgeräusche, Zitterattacken – einen Kreislauf, der definitiv in eine Abwärtsspirale führt und der Seele und Körper krank macht.
Um schon erste Anzeichen zu deuten, ist es wichtig genau hinzuschauen und zu spüren, ob es der normale „Alltagsstress“ ist oder eine überfordernde Belastung, die bedrohliche negative Folgen haben kann.

Damals im Austausch in der Rehabilitationsklinik und auch heute bei meiner Arbeit als Coach und Mentorin erfahre ich immer wieder, dass Menschen die akuten Stressanzeichen nicht selbst erkannt oder beachtet haben. Manche haben sich nicht getraut darüber zu sprechen und wieder andere wurden von ihrem Umfeld nicht ernstgenommen.

Erst wenn sich ein ausgewachsener Tinnitus meldet, ein Bandscheibenvorfall einen außer Gefecht setzt oder das Herz anfängt zu rasen, wird wirklich bewusst, dass es doch etwas zu viel Stress war. Soweit solltees nicht kommen.

Die Seele sagt zum Körper: Sprich du mit ihm, auf mich hört er nicht.
In der heutigen Leistungsgesellschaft haben wir Menschen verlernt, auf unseren Körper zu hören. Wir haben als Kinder gelernt lieb und artig zu sein, Höchstleistungen in der Schule zu bringen und dann in Job und Familie alles zu geben.
Dabei ist unser Körper der Übersetzer für unsere Seele. Es ist so wichtig, regelmäßig auch im Alltag mit sich und seinem Körper in Kontakt zu sein. Nach innen zu schauen und die Empfindungen im Körper zu spüren. Es geht nicht darum, ständig längere Auszeiten einzulegen, sondern immer wieder zwischendurch kurz durchzuatmen.

Mit Achtsamkeit gelassener durch den Tag
In der Reha-Klinik habe ich erstmals Achtsamkeitsübungen kennengelernt und mich seitdem intensiver damit beschäftigt. Kleine Übungen helfen mir, achtsamer in meinem Alltag zu sein. Dadurch fühle ich mich gelassener, merke dass ich leistungsfähiger und kreativer bin. Ich versuche auch nicht mehr, noch mehr Dinge gleichzeitig oder noch schneller zu erledigen. Ich habe auch meine Prioritäten neu gesetzt. Die positive Wirkung bestätigen auch meine Klienten.

Achtsamkeit ist nötig um bewusst zu leben, das Leben auch zu erleben und ganz besonders in belastenden Lebenslagen von enormer Bedeutung. Du kannst nur etwas gegen deine innere Anspannung tun, wenn du sie auch wahrnimmst.  Dein Körper wird es dir danken, wenn du hellhörig bist und nicht erst auf seine Signale wartest. Stress lässt sich regulieren, minimieren, wenn du rechtzeitig mit Entspannung gegensteuerest.
 

Hier sind meine 10 besten Achtsamkeits-Schnell-Tipps gegen Stress:

Meine Sinne aktivieren

  1. Hören – Lieblingstitel oder Gute-Laune-Musik auswählen, am besten über Kopfhörer
  2. Sehen – ich konzentriere mich auf Gegenstände, die ich sehe und beschreibe sie gedanklich in Form, Farbe, Struktur, etc.
  3. Schmecken – ich hole mir ein Lieblingseis, leckere Früchte oder in besonderen Fällen eine Puddingschnecke aus der Bäckerei 😉
  4. Riechen – an Blumen schnuppern sofern in der Nähe, auch das Parfüm aus der Handtasche tut seine Wirkung
  5. Fühlen – da bevorzuge ich Nüsse, zuerst in der Hand erfühlen und dann noch einmal im Mund mit der Zunge die Oberfläche ertasten
    Innehalten

  6. Atemzüge zählen – das funktioniert überall,  zu jeder Zeit und niemand bekommt es mit.
    Einatmen und bei Ausatmen zählen – 1, einatmen – ausatmen – 2, … bis 10. Reicht das nicht, beginne wieder bei 1. (Diese Methode nennt sich auch Atem-zähl-Meditation)
  7. Schon am Morgen mit einem Mantra/ Ritual beginnen:
    „Ich erlaube mir heute, alles in meinem Tempo und auf meine Weise zu tun. Ich werde auf die Einhaltung meiner Grenzen achten.“
  8. Ein eigenes Symbol für Achtsamkeit finden – eine hübsch gestaltete Karte, ein Zitat, eine Muschel aus dem Urlaub, ein Armreif oderoderoder in Sichtweite
  9. Ein kurzer Spaziergang, wenn möglich im Grünen – in der Mittagspause oder nach der Arbeit, am besten regelmäßig
  10. To do Listen – Ich bin ein Listenfreak. Tagesliste erstellen und abhaken. Nichts dazuschreiben sondern für den neuen Tag eine neue Liste anlegen. So bleibt das Tagespensum übersichtlich, alternativ können auch Punkte gestrichen und durch wichtigere ersetzt werden. 😉

Probiere gern die ein oder andere Übung aus und schau, welche für dich am besten passt. So kannst du in kleinen Schritten versuchen, deinen Stress zu regulieren und gelassener deinen Alltag zu meistern. Schreibe mir gern, welcher Tipp für dich hilfreich war und was für einen Unterschied du festgestellt hast.

Hast du das Gefühl, deinem Hamsterrad einmal einige Stunden, einen oder zwei Tage entfliehen zu wollen um Kraft zu tanken und dich zu sortieren, kontaktiere mich gern. Ich würde mich freuen, dich an meinem eigenen Kraftort willkommen zu heißen.

Herzlichst,

Katrin

Zwischen Liebe und Pflichtgefühl

Ein Herz und eine Farbe

Ich bin weder Ärztin, noch Pflegefachkraft. Ich bin pflegende Tochter eines seit mehr als 10 Jahren mit Demenz lebenden Vaters. Meine Erfahrungen und Erlebnisse waren der Anlass, das, was mir am Herzen liegt zu meinem Beruf zu machen. Ich unterstütze nun Betroffene und ihre Angehörigen mit einer Pflegebegleitung – einer Begleitung durch die Pflege. Das heißt, die Unterstützungen zu finden, die die Familien brauchen und sich wünschen, ganz individuell.

EinHerzundeineFarbe

Demenz – ein Thema – eine Krankheit, aber nicht nur düster.

Auf den verschiedensten Wegen erreichen uns fast täglich Informationen über die Krankheit, die uns in Angst und Schrecken versetzen. Darum gilt es, diese Angst zu bändigen indem wir unsere ganz eigenen Abwehrstrategien dagegen erkennen.

Beim Einkauf, bei Erledigungen vergessen wir ab und zu mal etwas – oder beim Zusammentreffen mit Personen, deren Namen uns nicht sofort einfällt. Das passiert sicher vielen von uns. Wenn diese Aussetzer jedoch zunehmen oder sich das Verhalten ändert, ist es ratsam eine ärztliche Diagnose stellen zu lassen. Dies ist sehr wichtig, weil es ca. 50 verschiedene Arten von Demenz mit verschiedensten Behandlungs-möglichkeiten und unterschiedlichem Verlauf gibt. So kann eine Demenz durch einen hohen Flüssigkeitsverlust im Körpe ausgelöst werden. Die Beschwerden verschwinden, wenn dieser Mangel ausgeglichen ist. Die Alzheimer-Demenz (50% aller Fälle) ist nicht nur eine Krankheit, es ist eine Form des Alterns.

Der Vorteil einer frühen Diagnose ist der Gewinn an Zeit. Zeit, sich bewusst damit auseinanderzusetzen. Wenn das Gedächtnis schwächer wird, nehmen die Schwierigkeiten zu. Um sich und seinen Lieben die Selbstbestimmung zu erhalten, ist es wichtig, Angelegenheiten und Rechtsgeschäfte wie Haftpflicht und Testament rechtzeitig zu klären. Durch Versorgungsvollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung kann sehr vieles geregelt und Vorkehrungen für den Verlust der Selbstbestimmung getroffen werden.

Dass gibt den Betroffenen und ihren Familienangehörigen Sicherheit und erleichtert schwierige Entscheidungen wie zB.:

– Von wem möchte ich mich wie unterstützen lassen und von wem nicht

– Wo und wie will ich wohnen

– wer soll mich pflegen

– wer soll meine finanziellen Angelegenheiten regeln dürfen, Verträge abschließen

– und und und

Mit den richtigen Medikamenten und einem guten Umfeld sowie Ergotherapie und professioneller Pflege lässt sich der Verlauf einer Demenz meist deutlich verzögern. Das verbessert die Lebensqualität aller Beteiligten. Nachgewiesen ist auch, dass wir durch Bewegung und ausgewogene Ernährung unser Gehirn fit halten können. Dass es unserem Gehirn guttut, wenn wir uns mit Menschen und Dingen beschäftigen, die uns Freude bereiten, wenn wir einer für uns sinnvollen Beschäftigung nachgehen oder uns neues Wissen aneignen, interessiert sind und bleiben.

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Wenn die Diagnose gestellt wird ist das meist für die Betroffenen und deren Angehörige ein Schock und es ergibt sich meist die Frage, wie es nun weitergehen kann. Deshalb lege ich jedem ans Herz, sich rechtzeitig Unterstützung zu suchen, sich vertrauensvoll an nahestehende Personen zu wenden, die weiterhelfen können. Je eher umso besser.

Das Herz wird nicht dement – Gefühle bleiben

Auch wenn das Denken nachlässt, so sind an Demenz Erkrankte immer noch fühlende Menschen. Um angemessen mit ihnen umzugehen, muss man sich in sie einfühlen können. Nur dann kann Verständnis entstehen. Sie brauchen kein Mitleid sondern Mitgefühl und auch Wissen über die Krankheit, Beobachtung und Erkennen.

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Da sind z.B. die Scham, wenn etwas Wichtiges z.B. ein Geburtstag vergessen wird. Eine Demenzerkrankung macht Angst, Angst macht das Wissen um den Verlauf dieser Krankheit. Wer Angst hat braucht Sicherheit, Schutz und Geborgenheit. Vertrautheit. Deshalb es ist wichtig, alles, was dazu beiträgt solange wie möglich zu erhalten. Die Traurigkeit. Die Erkrankung reduziert die Fähigkeit der betroffenen Menschen, sich in der Welt zurecht zu finden Vieles, was vorher selbstverständlich war, gelingt immer weniger.

Erkrankte entwickeln unterschiedliche Strategien, mit dieser Krankheit umzugehen. Für die Angehörigen ist es wichtig, diese zu erkennen um damit angemessen umgehen zu können. Wird hier nicht angemessen geholfen, finden sich die Erkrankten im sozialen Rückzug und in tiefer Einsamkeit wieder. Einsamkeit ist ein Gefühl, das niemand mag, auch wenn man gesund ist. Das Wichtigste bei der hilfreichen Begleitung ist, sich auf das zu konzentrieren, was die Menschen noch haben, nicht auf das, was ihnen fehlt. Das ist der Weg, der Einsamkeit vermeidet und soziale Kontakte ermöglicht.

Was brauchen nun Menschen mit Demenz?

Ihnen helfen keine Fragen nach dem Wieso, Weshalb, Warum – sondern Achtung ihrer Würde und Wertschätzung. Das Aufrechterhalten der Eigenständigkeit erzeugt Selbstachtung, Sicherheit und Lebenszufriedenheit bei Gesunden wie bei Kranken. Betroffene erleben eine große Hilflosigkeit, vorhandene Stärken müssen deshalb genutzt werden. Sie freuen sich des Nützlichseins und der Bestätigung, etwas zu können. Hierfür gibt es verschiedenste Unterstützungsmöglichkeiten, kleine Tricks mit großer Wirkung.

Durch den Verlust mancher Fähigkeiten ziehen sich Erkrankte meist zurück und die Kontaktarmut führt zur Vereinsamung. Das gilt oft auch für die Pflegenden.

Deshalb braucht es kontinuierliche Beziehungen,- Austausch – in welcher Form spielt keine Rolle. Gemeinsam Musikhören, singen, tanzen, alles was Freude macht. Sich verstanden zu fühlen kann das Leid der Betroffenen nicht aufheben, es aber verringern und das Leben mit der Demenz erleichtern und sogar lebenswert machen.

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Mitgefühl ist auch nötig für das, was in dem pflegenden Angehörigen anklingt. Da sind eigene Erfahrungen der Trauer, der Wut und des Zorns, der Angst und der Einsamkeit. Auch diese Gefühle brauchen Raum. Auch sie dürfen sein und müssen beachtet werden.

Wenn meine Mutter ungeduldig reagierte, mit meinem Vater schimpfte hat mich das früher sehr traurig gemacht. Wir hatten auch Auseinandersetzungen, ich machte ihr Vorwürfe. Bis ich begriff, dass sie sich ihren Lebensabend bestimmt anders vorgestellt hat. Neben den eigenen gesundheitlichen Einschränkungen, durch Unfälle und Altern (sie ist mittlerweile fast 83) muss sie sich nun auch um den kranken Mann kümmern, ihm helfen, zusätzlich seinen Teil im Haushalt und auf dem Grundstück mit übernehmen. Es hat eine Weile gedauert, bis sie offen mit mir über ihre Erschöpfung und Enttäuschung sprach. Endlich Hilfe zuließ.

Auch die Beziehung zu meinem Vater hat sich verändert. Er ist weicher geworden, sensibler. Jetzt mit dem Fortschreiten der Krankheit ist da nur noch das vertraute Gefühl. Auch wenn er mich nicht mehr erkennt, begrüßt er mich strahlend. Fragt gleich wann ich wiederkomme und ob wir eine Runde mit dem Auto fahren können. Wir sind uns nah und vertraut.

Wir hatten gelernt, die uns zur Verfügung stehende gemeinsame Zeit zu nutzen. Uns zu sagen, was es noch zu sagen gibt und zu machen, woran wir Freude hatten. Jeder Besuch ist ein kleiner Abschied.

Für mich als pflegende Tochter gab es viel zu lernen und das nicht nur in der Beziehung zu meinen alternden Eltern. Ich habe auch etwas für mein Leben gelernt. Ich gehe mit meiner Lebenszeit bewusster und wertschätzender um. Habe meine Prioritäten neu festgelegt. Verbringe mehr Zeit mit Menschen und Dingen, die mir guttun und mir Freude bereiten. Und ich habe nach meinem Burn-out gelernt, dass nicht alles, was ich tue, perfekt sein muss und ich Hilfe suchen und annehmen kann. Gemeinsam mit meinen Eltern habe ich ein Netz von Unterstützungsmöglichkeiten geknüpft, das zu ihnen passt, ihre Wünsche und Eigenheiten berücksichtigt – mit dem sie sich wohlfühlen. Das beruhigt auch mich als Tochter.

Deshalb ein kleiner Appell: Es ist keine Schwäche, Hilfe anzunehmen. Ganz im Gegenteil. Es ist ein Zeichen von Stärke und Vertrauen. Pflegende Ehepartner, Kinder oder andere Angehörige sollten sich unbedingt unterstützen lassen und Gelegenheiten suchen, um ihr Herz zu erleichtern und sich „neu zu sortieren“.

Wie geht man denn mit einem an Demenz Erkrankten um? Wie behandelt man ihn und wie kann ich mich mit ihm verständigen?

Diese Fragen zeigen die große Unsicherheit, die meistens ursächlich für das „Einschlafenlassen“ von Kontakten ist.

Eine besondere Technik ist die Validation. Man muss sie jedoch nicht unbedingt erlernen und kann das den professionellen Pflegekräften überlassen.

Wichtiger als jede Technik ist die Haltung des Einfühlens und die Würde der Erkrankten zu respektieren. Sich auf das Schöne konzentrieren und „kleine Pannen“ auch mal übersehen oder nicht zu hoch zu bewerten.

Vom Moment der Diagnose besteht auchdas Leben von uns Angehörigen aus einer langen Kette von Verlusten und Abschieden. Manche sind überlastet und hilflos. Das Zusammenleben und die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen ist mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit sehr kräftezehrend. Zu der Trauer kommen aber noch die ungeheure Belastung und der Dauerstress, die sich aus der alltäglichen Pflege des Kranken ergeben.

Deshalb braucht es Bedingungen, die die Selbstfürsorge des Pflegenden ermöglichen. „Man kann nur gut für den anderen sorgen, wenn es einem selbst gut geht!“ Ich weiß, diese Selbstfürsorge haben viele vergessen oder nicht gelernt und empfinden sie als Egoismus. Das ist es aber nicht. Sie ist die Verantwortung für das eigene Wohlergehen.

Ich möchte jeden, ganz unabhängig von der Art einer Erkrankung ermutigen, sich jemandem anzuvertrauen und sich auch helfen zu lassen. Es gibt eine Vielzahl von sozialen Leistungen, nehmen Sie sie in Anspruch. Sie müssen die Herausforderungen nicht allein bewältigen.

Sich um alternde Familienangehörige zu kümmern betrifft viele und es gibt auch Personen, die sich dazu offen äußern. So Mut machen und Verständnis zeigen – zB. die Fernsehmoderatorin Bettina Tietjen und den Schriftsteller Arno Geiger. Sie haben über die Erlebnisse mit ihren an Demenz erkrankten Vätern Bücher geschrieben.

Auszug aus Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“

… Schrecklich ist vor allem, was wir nicht begreifen. Deshalb besserte sich die Situation, als immer mehr Anzeichen darauf hindeuteten, dass den Vater mehr als nur Vergesslichkeit und Motivationsprobleme plagten. Dass ihn ganz alltägliche Dinge vor unlösbare Probleme stellten, ließ sich mit Zerstreutheit nicht mehr erklären, unmöglich, sich noch länger zu täuschen. In der Früh zog er sich nur halb, verkehrt oder vielfach an, mittags schob er sie Tiefkühlpizza mitsamt der Verpackung ins Rohr, und seine Socken deponierte er im Kühlschrank. Auch wenn wir das ganze Ausmaß des Schreckens weiterhin nur langsam erfassten, war uns doch irgendwann klar, der Vater lässt sich nicht hängen, sondern leidet an Demenz.

Jahrelang war mir dieser Gedanke nicht einmal gekommen, das Bild, das ich vom Vater gehabt hatte, war dieser Deutung im Wege gestanden. So absurd es klingt, aber ich hatte es ihm einfach nicht zugetraut!

Die Einsicht in den wahren Sachverhalt bedeutete für alle eine Erleichterung. Jetzt gab es für das Chaos der zurückliegenden Jahre eine Erklärung, die wir akzeptieren konnten, wir fühlten uns nicht mehr so am Boden zerstört. Nur die Einsicht, dass wir viel zu viel Zeit damit vergeudet hatten, gegen ein Phantom anzukämpfen, war bitter -Zeit, die wir tausendmal sinnvoller hätten nutzen sollen. Wenn wir klüger, aufmerksamer und interessierter gewesen wären, hätten wir nicht nur dem Vater, sondern auch uns selber vieles erspart, und vor allem hätten wir besser auf ihn aufpassen und noch rasch einige Fragen stellen können.

 

Von Herz zu Herz – Peer-Pflegebegleitung

Ich freue mich so sehr, mit euch zu teilen, dass ein riesengroßer Knoten bei mir geplatzt ist  🙂

 

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Immer wieder in den letzten zwei Jahren hatte ich den drängenden Wunsch, ein Angebot zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen vorzubereiten.
Also habe ich mir immer mal wieder und ganz besonders in den letzten Wochen intensiv dafür Zeit genommen.

Ich hatte gefühlt 1000 verschiedene Ansätze im Kopf

Weil eine Pflegesituation meistens eine ganze Familie betrifft, war schlussendlich ein Rundumversorgungspaket sehr präsent. Und dazwischen tauchten immer wieder die Themen Selbstfürsorge der Pflegenden sowie Reflexion und Anerkennung der eigenen gesundheitlichen Situation auf der Seite des Pflegebedürftigen auf.
Was also sollte es nun werden? Ihr habt keine Ahnung, wie viel Schmierpapier ich bekritzelt habe…
Da ich nur noch Herz & Freude motiviert arbeite, setze ich nur die Ideen um, für die mein Herz schlägt. Denn nur das, was mit ganzem Herzen getan wird, wird auch wirklich gut, dafür habe ich die Kraft und das nötige Durchhaltevermögen.
Früher habe ich den Erwartungen anderen entsprechend auch Dinge verwirklicht, von denen ich selbst nicht überzeugt war oder denen die Sinnhaftigkeit fehlte. Heute bin ich dafür nicht mehr zu gewinnen.
In den letzten Wochen habe ich mich mit vielen Pflegebedürftigen und auch Pflegenden unterhalten. Durch diese Gespräche ist mir so richtig klar geworden, dass das Angebot

… ein individuell zusammengestelltes Rundumversorgungspaket sein soll – kein Standard.

Also, wo es nicht nur darum geht, meine Brötchen zu verdienen, sondern aufzuklären, zu unterstützen, in schwierigen Lebenssituationen Wegbegleiterin zu sein und meinen Teil der Verantwortung hier in dieser Welt zu übernehmen.
Ich weiß, ganz schön groß gedacht. Aber beim Visionieren mit anderen habe ich gespürt, wie mich dieses Thema fesselt, wie groß mein Bedürfnis ist, hier etwas zu bewegen und Gutes zu bewirken 😇.
Ergebnis: 6-monatige Pflegebegleitung
(individuelle Beantragung und Durchsetzung von Pflegeleistungen/ Hilfsmitteln, Organisation und Umsetzung sowie Unterstützung der Pflegenden in ihrer Selbstfürsorge) – und das ganze unabhängig und trägerneutral

Genau das, macht total Sinn. Was nützt es, wenn mein Angehöriger einen Pflegegrad hat und nicht weiß, was er damit anfangen kann. Oftmals ist auch unklar, was ist eigentlich gewollt, wobei ist Unterstützung gewünscht. Das zu erfragen und herauszufinden braucht Zeit, intensive vertrauensvolle Gespräche.
Immer wieder sehe ich, dass so viele stark und tapfer sein wollen und schwierige Situationen allein meistern, oft über die Grenzen der eigenen Kraft. Ob nun durch Krankheit oder Altern, mit dem Einzahlen von Sozialbeiträgen haben sie für den Fall vorgesorgt, der nun eingetreten ist. Trotzdem besteht große Scheu, diese Leistungen in Anspruch zu nehmen. Im Gegenzug gibt es Menschen, die keine Scheu haben, für alles Mögliche Leistungen zu beantragen.

In unserer Familie war das nicht anders

Meine Mutter dachte, sie wuppt die Pflege meines schwer an Demenz erkrankten Vaters allein, bis zur völligen Erschöpfung. Ich hatte von Pflegeleistungen keine Ahnung und habe auf verschiedenen Wegen versucht, mich schlau zu machen. Man drückte mir ein Gesetz oder ein Antragsformular in die Hand, das wars 😡

Also genau das, was mich schon immer abgestoßen hat und komplett gegen mein Wertesystem geht. Ich hätte mir damals viel Zeit und Energie erspart, wenn ich von Anfang an zu der Pflegesituation in unserer Familie passende Informationen und Beratung gefunden hätte. Ich war so froh, dass ich irgendwann auf Kerstin Gesch und ihre Demenzberatungsstelle gestoßen bin …

Heute ist die Situation nicht leicht aber entspannt, gut organisiert und es ist für beide gesorgt. Die Pflege ist auf breitere und auch professionellere Schultern verteilt, was zu erhelblicher Entlastung beiträgt.

Pflegesituationen sind unterschiedlich

Natürlich wissen wir, dass es kein perfektes Angebot gibt, weil jede Familie und Pflegesituation anders ist. Aber worauf warten – Also fangen wir gemeinsam mit kompetenter Pflegeberatung und systemischer Begleitung einfach an und wer weiß, was sich daraus ergibt. Nach den ersten Klientengesprächen rückte schon einiges an seinen Platz und machte Sinn.
Statt mich zu beschweren und aufzuregen, was fehlt und wie mangelhaft doch manche Beratungs- oder Unterstützungsangebote sind, übernehme ich an der Stelle selbst Verantwortung und kläre zum Thema Pflege & Pflegen auf! 😍
Stimmt schon, es gibt den Kritiker in mir, der mich vor dieser Verantwortung und vor möglichem negativen Feedback warnt. Aber ich vertraue jetzt mal darauf, dass alles gut wird und ich mit diesem Angebot nur freundliche und wohlgesonnene Menschen anziehe. ☺️

Hier also meine Einladung,

dich unverbindlich zu informieren wenn du dich selbst in einer Pflegesituation befindest oder dich um einen Angehörigen kümmerst.

In einem unverbindlichen Erstgespräch lernen wir uns kennen und sprechen über die aktuelle Situation und wo genau der Schuh drückt. Wir sprechen über erste Lösungsansätze und was die6 -monatige Pflegebegleitung beinhaltet.
Ich freue mich, wenn ich dich unterstützen kann. Gern kannst du auch anderen von dem Angebot erzählen, wenn du glaubst, dass ihnen Unterstützung guttun würde.
Denn je optimaler für alle Beteiligten eine Pflegesituation organisiert ist, um so angenehmer und nachhaltiger lässt sie sich meistern, finde ich. 🙂

Herzlichst,
Katrin

Was es wirklich zu wissen gilt …

Kürzlich kam eine Klientin zu mir. Besser gesagt, sie wurde von ihrer Mutter geschickt. Sehr unsicher und nervös, mit leiser Stimme versuchte sie mir ihr Problem zu schildern. Endschuldigte sich immer wieder, weil sie so aufgeregt und angespannt sei. Neben dem Mitgefühl für ihre derzeitige Situation wurde mir bewusst, wie oft ich ähnliche Schilderungen bereits gehört hatte. In unterschiedlichen Facetten und trotzdem gleich.

StudiumDer Wunsch dieser Klientin war es, durch ein Coaching herauszufinden, welche Studienrichtung sie für das kommende Herbstsemester wählen sollte. Sie erzählte mir, dass ihr Abiturdurchschnitt von 1,3 einiges ermöglichte. Leider nicht die Richtung, die sie interessierte. Sie hatte sich dann für eine Hochschule entschieden, die örtlich in der Nähe lag. Nach ca. einem ¾ Jahr war dann offensichtlich, dass es für sie nicht die richtige Entscheidung war und auch der vorgenommene Wechsel erwies sich als nicht der richtige.

Auf die Frage, nach welchen Kriterien sie die Wahl für ihre berufliche Zukunft getroffen hatte, für welche Orientierung das Studium Grundstein sein sollte, antwortete sie dann: meine Mutter meinte, das wäre interessant und: mein Vater meinte, damit kann man später gutes Geld verdienen, … Lehrer und Tanten reihten sich in die Reihe der Ratgeber ein – mit besten Absichten sicherlich.

Meinen, denken, glauben ist eines … aber wissen sollte jeder, wofür sein Herz schlägt, was er will und kann, wer er ist …
keine einfache Sache

Darum schlug ich ihr vor, genau das herauszufinden. Das super Abiturzeugnis ließen wir außen vor und machten uns auf verschiedenen Wegen auf Entdeckungstour zu ihren Talenten, Interessen und sonstigen Fähigkeiten.

Erstaunliches kam da aus Kinder- und Grundschultagen zum Vorschein und entlockte ihr ein „Ja, dabei vergaß ich die Zeit … das hat mir die gesamte Schulzeit Spaß gemacht … und auch ´ne, das auf keinen Fall, das habe ich nie gemocht …“

Es ging vor allem auch um die sogenannten sozialen Kompetenzen, die man im Kontakt mit anderen und bei der Zusammenarbeit benötigt. Diese sind einem oft gar nicht bewusst oder man betrachtet sie als selbstverständlich.
Dazu gehören zum Beispiel Verantwortung zu übernehmen, Wissen vermitteln zu können, Hilfsbereitschaft, Geduld, Organisationstalent und in schwierigen Situationen Zuversicht zu verbreiten. Eigenschaften, die bei Kontakt von anderen Personen als angenehm und wertvoll geschätzt werden.

Sie überlegte und sagte dann, dass sie sehr gerne ihren Geschwistern hilft, ihnen etwas beibringt. Sich Wissen anzueignen und dann weitzugeben, das könne sie richtig gut und das mache ihr auch Freude. Schreiben und Berichten gehöre ebenfalls dazu, die Arbeit an der Schülerzeitung habe sie geliebt, und … und … und …

vollgestopft mit Wissen – nur von sich selbst weiß man oft wenig

Fleißig sein um gute Noten zu bekommen, Lob und Anerkennung von Lehrern und Eltern. Den Geist mit theoretischem Wissen zu füttern kann sehr hilfreich sein, es ist jedoch nicht genug.

Ich bin der Ansicht, um sein Leben selbst gestalten zu können, dabei gesund zu bleiben und glücklich zu werden ist es gut zu wissen, was Erfüllung bringt, wobei sich Freude und Zufriedenheit einstellen. Welche Talente schlummern im Inneren und was genau sind die eigenen Stärken.
Gesundes Selbstvertrauen ist eine solide Basis um zukünftige Herausforderungen zu meistern und auch Niederlagen durchzustehen.

Erkenntnis

Eine Analyse der Biostruktur kann hier unterstützen und sehr nützliche Erkenntnisse bringen 5 Schritte, die dabei unterstützen, sich selbst besser kennenzulernen.
Jeder Mensch ist einzigartig, genetisch veranlagt und durch Umfeld und eigene Erfahrungen unterschiedlich geprägt.

Die Analyse beantwortet Fragen wie:

  • Wie ist meine bevorzugte Denk- und Arbeitsweise?
  • Wie bin ich zeitlich orientiert?
    (baue ich auf Vergangenes, handle eher spontan oder eher planvoll)
  • Wie gestaltet sich meine Beziehung zu Menschen?
    (verlasse ich mich auf mein Gespür, bin zurückhaltend oder strahle natürliche Autorität aus)
  • Wodurch bin ich erfolgreich oder was macht den Erfolg meiner Arbeit aus? (begeistere der überzeuge ich)

Durch diese Einsichten werden Möglichkeiten und auch Grenzen sichtbar, erlauben die volle Ausnutzung des persönlichen Potenzials.

Bewertungen die wir in der Kindheit, in der Schulzeit oder auch später von anderen hören oder auch selbst erfahren, haben nichts mit uns zu tun, denn sie sind nur Reflexionen von anderen. Wir übernehmen sie oft als sogenannte „Glaubenssätze“ und manche von ihnen bleiben dauerhaft hängen und nehmen Einfluss auf unser Handeln und unsere Entscheidungen.

Wir treffen also Entscheidungen obwohl wir uns etwas anderes wünschen, das passiert meist unbewusst.

Sich selbst kennenzulernen

Mit den erarbeiteten Erkenntnissen und der Auswertung der Biostruktur wurde für meine Klientin offensichtlich, dass zum Beispiel die Tätigkeit mit Kindern, also der erzieherische Bereich nicht wie angenommen, das ist, worin sie Erfüllung findet.

Ihr Herz schlägt für das Recherchieren, Forschen, Erkenntnisse gewinnen und diese dann weiterzugeben. Direkt im Team oder auch über das Schreiben und Veröffentlichen. Themen und Fachgebiete ergaben sich aus ihrem persönlichen Wertesystem und aus ihren Interessen. Personen, die sie schätzt und für ihr Tun bewundert waren ebenso Quelle wie Personen des öffentlichen Lebens.

Neben dem Erkennen der eigenen Persönlichkeit gelangte auch das bisher Erreichte ins Bewusstsein und wirkt sich sehr positiv auf das Selbstvertrauen aus. Die Stimme wird langsam fester. Wir sind auf einem guten Weg 😊

Die Diskrepanz zwischen Gefühl und Verstand halte ich als ursächlich für viele Probleme, die wir in Organisationen, Unternehmen und auch Familien haben:

Wir richten uns nach Empfehlungen, Ratschlägen, gesellschaftlich begründeten Vorgaben, Ansichten, Leitbildern und Erwartungshaltungen. Wir sind dann aber verwundert, dass wir nicht so glücklich sind, wie wir sein wollen und sich auch unser Zusammenleben bzw. Zusammenarbeiten so beschwerlich darstellt.
Sich selbst und andere richtig kennnenlernen, ist nicht nur eine spannende Angelegenheit, sondern führt auch zu mehr Lebensqualität und bei Akzeptanz und Kompromissbereitschaft zu guten Beziehungen.

Vielleicht kennst du diese Gratwanderung zwischen dem Wunsch, Erwartungen zu entsprechen und den eigenen Bedürfnissen ja.
Daran sollten wir etwas verändern, findest du nicht auch?

Deshalb habe ich ein paar Fragen zusammengestellt:

  •  Welche sind deine Fähigkeiten und welche von ihnen machen dir besonders viel Freude?
  • Welchen Sinn/ Beitrag erfüllst du damit?
  • Was lässt dich morgens gut aufstehen, was treibt dich an?

Wende diese Fragen auch auf deinen Partner, deine Familienmitglieder oder Kollegen an. Was würden sie antworten? Wie gut kennst du sie? Nimm dir Zeit, zu reflektieren.

In dem wir bewusster mit uns und unserem Umfeld umgehen, so wohler fühlen wir uns. Ich hoffe, ich konnte dich mit dieser kleinen Geschichte ein wenig nachdenklich machen. Ich freue mich über deine eigenen Erfahrungen mit diesem Thema. Schreibe sie gern in den Kommentar unter der Geschichte!

Herzlichst,

Katrin Knappe

 

Auszeit – Fasten – Selbsterkenntnis

Vergleichbar mit der Betrachtung eines Gemäldes von dem man 3 Meter zurücktritt um seine Gesamtwirkung zu erfassen, so ziehe ich mich jährlich 7 Tage von meinem Alltagsleben zurück und widme mich ausschließlich mir selbst und der Frage:
„Bin ich noch auf meinem Weg, geht es mir wirklich gut?“.

Das erste Mal sprach ich mit meinem Herzen 2014

… und entschuldigte mich für den Raubbau, den ich jahrelang an meinem Körper und meiner Seele betrieben hatte.  Ich versprach hoch und heilig von nun an besser auf meine Gesundheit zu achten, wenn es sich nur wieder beruhigen und mir eine zweite Chance geben würde.
Hohe Erwartungshaltungen an mich selbst hatten mich beruflich und auch persönlich immer wieder meine Grenzen weit überschreiten lassen. Warnsignale habe ich einfach ignoriert, bin Entscheidungen im wahrsten Sinne stundenlang davongelaufen.

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Da Versprechen gehalten werden sollen, ziehe ich mich nun jedes Jahr in die Stille und Natur zurück, halte mit einer Fastenkur innere Einkehr und trete in den Dialog mit meinem Herzen, kläre Fragen wie:

 

  • Wie geht es mir, wie fühle ich mich? Geht es meinem Herzen gut?
  • Ist das , was ich tue und womit ich mich beschäftige wirklich bedeutsam und wichtig für mich?
  • Fühle ich mich mit den Menschen um mich herum wohl oder gibt es jemanden, der mir Kraft raubt und meinem Wohlbefinden nicht zuträglich ist?
  • Nehme ich mir genug Zeit für mich und für die Menschen, die mir am Herzen liegen?

Durch den Rückzug in die Stille des Gartens oder bei Spaziergängen spüre ich ganz deutlich meinen eigenen inneren Rhythmus. Es wird mir bewusst, was ich brauche um mich wohl zu fühlen, glücklich und zufrieden zu sein und was ich mir wünsche.

Bekannte und auch unbewusste Konflikte erobern sich die ersten Nächte …

… und ich versuche Beruhigung durch einen weiteren schlaffördernden Tee zu erlangen.
Vergeblich. Belastungen und Sorgen der letzten Monate verschaffen sich nachdrücklich Gehör. Das Gedankenkarussell kommt in Bewegung  und es gelingt nicht, die Gedanken zu sortieren. Also aufstehen, Fenster auf. Tief atmen.
„Gefühle wollen gefühlt werden“ sagte damals der weise Professor in der Rehabilitationsklinik Neufahrland, sonst kommen sie irgendwann geballt zurück.
So erlaube ich mir, aufgeregt und aufgewühlt zu sein. Akzeptiere die Gefühle und Gedanken, die  eigentlich gar nicht zu meinem Charakter gehören. Auch sie dürfen sein.
Ich spreche still voller Mitgefühl mit mir und spende Zuversicht. Das hilft. Sicherheitshalber hole ich mir Schreibzeug, um so die nicht zu beruhigenden Gedanken zu bannen, schalte leise Musik ein und lösche wieder das Licht. Langsam kommt der Schlaf. Endlich.

Ruhe und Entspannung kehren ein

Am 3. Fastentag ist nun überhaupt kein Hungergefühl mehr vorhanden und ich komme langsam zur Ruhe, entspanne mich wirklich. Gehe spazieren oder setze mich einfach in den Garten unter einen Baum und schaue den Vögeln und Eichhörnchen zu.
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Mit einer Plus-/Minusliste erfasse und sortiere ich die Dinge, von denen es zukünftig mehr bzw. weniger geben soll. Langsam reifen auch Ideen, wie das ein oder andere umgesetzt werden kann.
Es gelingt mir gut zu meditieren und ich kann mich völlig auf meine Lektüre konzentrieren. Von Tag zu Tag steigt das Körperbewusstsein, die Erkenntnis, was mir gut tut. Es gelingt, Probleme loszulassen und auch die letzten Folgen der Skiurlaubssünden schwinden. Körper und Geist schalten um auf Neustart. Spätestens jetzt ist die positive Wirkung des Fastens ganz deutlich zu spüren.

Vorbereitung auf die Rückkehr in den Alltag

Das erste Apfelkompott nach 5 Tagen mit Tee und Mineralwasser erzeugt eine wahre Geschmacksexplosion. Unglaublich.
Neben der behutsamen Einstimmung des Körpers auf die Ernährung plane ich die erste auf die Fastenkur folgende Kalenderwoche. Trage für jeden Tag Entspannungsübungen ein und zwei Termine mit Freunden. Dazu lege ich ein weiteres Blatt  mit zu treffenden Entscheidungen bzw. Aktivitäten. Es sind drei, die für mich momentan wichtigsten. Alle weiteren können warten.
Ich genieße die Sonne, die Ruhe, fühle mich klar, kraftvoll und freue mich auf das erste Abendessen gemeinsam mit meinem Mann.

Das Versprechen an mein Herz ist wieder eingelöst,

denn es schlägt ruhig und gleichmäßig. Es sind weder Kritik noch Beschwerden zu hören.

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Mein Weg klar abgesteckt und die Richtung eingeschlagen. Kalender und Liste im Gepäck lasse ich die Jalousien meines Häuschens auf dem Lande herunter und trete die Rückreise in die Hauptstadt an.
Für mich ist immer wieder erstaunlich, was eine Woche mit sich selbst bewirken kann.

Jeder muss doch ein berufliches Ziel haben?! — Musst du?

Was ist eigentlich für dich ein berufliches Ziel

… die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit oder denkst du dabei an das Leben, das du  mit diesem bestimmten Job führen, dir ermöglichen könntest?
Fakt ist, dass es sich dabei um eine Vorstellung handelt, ein erdachtes Bild der Zukunft.

Vision  … der Blick in die Glaskugel
Gedacht, bunt gemalt und losmarschiert. Eine Stratiegie, die aufgehen kann,
wenn das Ziel DEIN Ziel ist. Was aber, wenn du unsicher bist, wenn sich Gedanken einschleichen …

  • was bis dahin alles dazwischen kommen kann …
  • wie kann das überhaupt erreicht werden …
  • was braucht es dazu …
  • liegen diese Voraussetzungen überhaupt vor …
  • und wie fühlt es sich an, wenn das Ziel erreicht ist …
  • und und und

Verschiedene Varianten werden gedanklich durchgespielt, abgewogen, Rat von anderen eingeholt. Klarheit stellt sich vielleicht trotzdem nicht ein. Irgendwie eine bedrückende Situation.

Der Weg ist auch ein Ziel

Wie würde  es sich anfühlen, wenn du dir erst einmal vornimmst, eine,
DEINE Orientierung zu finden? Herauszufinden, wofür dein Herz schlägt, womit du dich gern beschäftigst, was du gut kannst und welches Wissen du gern anwendest?

In dem, was dir so richtig Freude macht, wirst du auch erfolgreich sein!
Dem zu folgen ist ein Schritt in deine Richtung.

… denn dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße 
(Martin Walser, zwischen den Jahren)

Beruf, Berufung oder Lebensziel

Mein allererster Berufswunsch war Pionierleiterin. 😉
Sich um andere kümmern, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, für sie zu organisieren und mit ihnen Veranstaltungen durchzuführen hat mir super gefallen. Ich bin damals dann jedoch dem Ratschlag gefolgt, erst einmal einen ordentlichen Beruf zu erlernen. Bis zum heutigen Tag habe ich nie darin gearbeitet, kann dadurch aber hervorragend mit einem Schraubendreher umgehen. Die Sinnhaftigkeit meines sich daran anschließenden Ökonomiestudiums besteht vielleicht darin, dass ich ganz gut mit Zahlen umgehen kann und bisher keine Probleme mit meinem Haushaltsbudget hatte. Spaß hat mir dabei die Projektarbeit gemacht, die wir in Gruppen durchgeführt haben. Nach dem Studium kaum in Arbeit wurde ich nach der Wende in die Kommunalverwaltung gespült und blieb. Weitere Fortbildungen und eine Studium des Verwaltungsrechts folgten. Gesetze zu lesen, anzuwenden und durchzusetzen, habe ich gelernt. Wie ich mit einem guten Führungsstil für ein angenehmes Klima in meinem Amt beitragen kann, leider nicht. Dabei musste ich mich auf meine Intuition verlassen.

Rückblickend kann ich sagen, dass für mich bei der Tätigkeit in den verschiedenen Arbeitsbereichen nicht nur die Sinnhaftigkeit der Aufgaben wichtig war. Meinen Kollegen/Innen und Mitarbeiter/Innen sollte es gut gehen, sie sollten sich wohlfühlen und mit Freude bei der Arbeit sein. Eigentlich hatte das Arbeitsklima unbewusst die höchste Priorität.
So schließt sich mein Kreis – in jedem die Lebensfreude zu wecken, die Freude am eigenen Dasein und der Gestaltung des eigenen Lebens.  Heute, als Coach oder Supervisorin ist meine Arbeit darauf ausgerichtet.

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Schließlich geht es nicht nur um irgendeinen Job, um irgendwie Geld zu verdienen. Wie willst du dein Leben ausfüllen, welche Rolle willst du spielen? Die Klarheit darüber verschafft dir langfristige Zufriedenheit. Die Aussicht, morgens mit Vorfreude auf eine Tätigkeit aufzustehen, in der du Sinn und Erfüllung findest, die dir Spaß macht. Was hälst du davon? Wer darf sagen, was richtig oder vernünftig ist. Ich möchte ermutigen, dich nicht mit Mittelmaß zufrieden zu geben. Hol das Beste aus dir raus!
Mein Motto – Trau dich, zeig dich, wie du bist und tu, was du liebst – gilt auch für dich.
Dafür gilt es jedoch, den Mut aufzubringen, den eigenen Träumen und Bedürfnissen zu folgen und dir die Zuversicht zu erarbeiten, diese auch zu verwirklichen. Die Möglichkeiten zu erkennen, diese Träume umzusetzen, sind hilfreiche Voraussetzungen für deinen beruflichen Einstieg, wenn du beruflich neue Wege gehen oder die Richtung deines bereits eingeschlagenen Weges  überprüfen willst.

 

Eine neue Blickrichtung einnehmen

um deinen Stärken, Interessen und Wünschen auf die Spur zu kommen oder sie wieder zu entdecken, dafür stehe ich unterstützend und beratend für einzelne und Gruppen zur Verfügung.
Für ein Einzelgespräch lade ich dich gern zu einer unverbindlichen
30 min. – Orientierungs-Session (Online oder telefonsich) ein.
Wenn du etwas mehr über meine Arbeit wissen möchtest, findest du weitere Informationen auf meiner Website, Feedback einiger meiner Klienten unter Über mich.

Herzlichst,
Katrin Knappe
Lebensfreudecoach

 

Den eigenen Fokus finden

Es ist vollbracht – Jahresplanung 2018
Trau dich – zeig dich wie du bist und tu, was du liebst

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… nicht nur mein Leitsatz für die Arbeit mit meinen Klienten – ich hab mich an die eigene Nase gefasst und bei der Erstellung meiner Jahresplanung 2018 endlich darauf besonnen  … Mut für meinen eigenen Weg

Das eigene Handeln, das eigene Leben sollte jeder selbst bestimmen

Die meisten Menschen bilden sich selten eine eigene Meinung, denken gar nicht über ihre eigene Einstellung nach. Sie reagieren überwiegend auf äußere Einflüsse, Erwartungshaltungen, Empfehlungen, gut gemeinte Ratschläge und geben damit die Kontrolle über sich und ihre Situation an andere ab. Aber wie fühlen sie sich damit, wie bestimmt das ihr Handeln, ihr Verhalten, ihr Leben?
Mich haben die sicher gut gemeinten Empfehlungen zu den besten Marketingstrategien für das eigene Unternehmen mit Newslettern, Challenges, Webinaren, dem täglichen Liken, Posten, Kommentieren und dem unverzichtbaren Videomarketing, dem Weg zum perfekten Blogbeitrag und zu den meisten Kunden irgendwann nur noch wuselig gemacht  … und schlussendlich wieder zu MEINEN Fragen zurückgeführt.

Was will ich wirklich?
Wen will ich erreichen?
Womit kann ich meinen Klienten am besten dienen?
Wie und wo will ich arbeiten?
Was macht mir bei meiner Arbeit am meisten Freude?

Dazu musste ich meine Aufmerksamkeit nach innen richten und mich mit meinen Gefühlen beschäftigen. Ich musste wieder auf das schauen, was mich antreibt, womit ich mich wohlfühle, worin meine Stärken liegen und wie sich meine bisherige Arbeit ausgewirkt hat. Solange ich mit meiner Aufmerksamkeit immer bei den äußeren Dingen war, habe ich mich in Vorstellungen über eine mögliche Wirkung, einen möglichen Erfolg verfangen und völlig die bisherigen Ergebnisse aus dem Blick verloren.

 

Mein WARUM, das was mich antreibt ist weiterhin die Lebensfreude,

Harmonie

die Balance, die Harmonie mit sich selbst, das innere Gleichgewicht zu finden und auch zu halten bei all den Herausforderungen, Turbulenzen und Stolpersteinen, die ja zum Leben dazugehören. Dazu gehören für mich die eigene Selbstachtung und das Selbstvertrauen, der Mut zu Selbstbestimmung und die innere Freiheit für sich selbst zu entscheiden.

Mit gutem Gefühl habe ich die Referenzen und Feedbacks meiner bisherigen Klienten zu Rate gezogen und geschaut, worin der größte Nutzen für sie bestand, wobei und wie ich sie am besten unterstützen konnte und mit dem in Übereinstimmung gebracht, was ich am liebsten tue. Darauf habe ich mich für 2018 fokussiert und ausgerichtet.

Dein Selbstvertrauen zu stärken, in schwierigen Lebenssituationen Klarheit und deine eigene Orientierung zu finden, Konflikten zu lösen und neue Denkperspektiven einzunehmen, die Chancen in Krisensituationen zu entdecken und auch nutzen, belastende Gedanken- und Verhaltensmuster zu erkennen und zu ändern, die Freude am eigenen Dasein wiederzufinden, das ist meine Richtung, das sind meine Stärken und dabei unterstütze und begleite ich mit:

  • Einzelcoachings, ganz individuell in meinen Räumen oder in der Natur,
  • Konfliktklärung in Einzelgesprächen oder zu Zweit,
  • Themenabenden zur Information und zum gegenseitigen Austausch und
  • Arbeit in kleinen Gruppen zur Stärkung von Handlungskompetenzen durch Reflexion und Unterstützung bei der Erreichung von Zielen (z.B. die neue Gruppe für handlungsorientiertes Lernen an der Dekra Hochschule für Medien und die geschlossene Gruppe Vom Weg zum Ziel auf meiner Seite Lebensfreudecoach bei Facebook)

Wenn du mehr wissen möchtest oder dich für meine Angebote interessiert, dann melde dich einfach per Telefon oder Mail. Gern können wir für ein aktuelles Problem auch einen Termin für eine „virtuelle Kaffeepause“ vereinbaren und schauen, ob und wie ich dich unterstützen kann. Diese Erstgespräche sind für dich natürlich unverbindlich und kostenlos.

Herzliche Grüße,
Katrin Knappe